www.archiv-grundeinkommen.de:
Materialien zur Frage
"Arbeit - Was ist das?"
und zum Konzept des
Bedingungslosen Grundeinkommens (bGE)

  1. : plus.tagesspiegel.de:

    Ein Jahr ohne Sorgen in Berlin

    Judith Philipp hat ein bedingungsloses Grundeinkommen gewonnen
    Ein gemeinnütziger Verein verlost jährlich bedingungslose Grundeinkommen an seine Mitglieder. Kostümdesignerin Judith Philipp gewann. Hier sind ihre Erfahrungen.
    (Abo)
  2. : handelsblatt.com:

    Traumberuf Privatier: So gelingt ein Leben ohne Arbeit

    Die Zahl der Privatiers nimmt in Deutschland zu. Wer sind diese Menschen – und wie lässt sich der Traum vom Leben ohne Arbeit verwirklichen?
    (Abo)

    '... Nur von Ersparnissen, Zinsen, Mieteinkünften oder Dividenden zu leben, ist zum Trend geworden: Seit der Jahrtausendwende hat sich die Zahl der Privatiers mehr als verdoppelt.

    Wer genau sind die Privatiers Deutschlands? Wie viele gibt es? Und macht der bewusste Müßiggang am Ende wirklich glücklicher? Das Handelsblatt hat sich umgeschaut in der Welt jener Menschen, für die ein Leben ohne festen Job ein Lebensstil ist.

    Abhängig von der Lebenssituation können und müssen die Wege zur finanziellen Unabhängigkeit unterschiedlich aussehen. Das Handelsblatt stellt drei davon vor. ...'

  3. : handelsblatt.com/meinung:

    Vom Reiz des Nichtstuns

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    '... Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
    in der Literatur des 19. Jahrhunderts gehört er zum vertrauten Ensemble: Der Privatier oder auch Rentier (bitte französisch aussprechen, hat nichts mit Huftieren zu tun) ist ein Mensch, der durch Erbe oder frühere unternehmerische Tätigkeit zu Geld gekommen ist und nun einen vorgezogenen Ruhestand genießt. So wie der Rentier Krüger in Gerhart Hauptmanns Theaterstück „Der Biberpelz“.
    Solch ein Lebenswandel scheint seltsam unzeitgemäß im Deutschland von heute, wo der Beruf gefälligst Berufung zu sein hat und Müßiggang einer verschärften Begründungspflicht unterliegt. Und doch: Die Privatiers sind zu Hunderttausenden unter uns, und sie werden immer mehr.
    Wer sind die gut 700.000 Bundesbürger, die weder von Erwerbseinkommen leben noch von staatlichen Transfers? Wie sind sie an ihr Geld gekommen? Womit füllen sie ihre Zeit? Und wie kann man es ihnen womöglich nachtun? Diese Fragen beantworten unsere Reporter Anke Rezmer und Christian Wermke in unserem Report über den „Traumberuf Privatier“. Das für mich am meisten erhellende Zitat darin stammt vom Vermögensberater Tom Friess: „Es könnten viel mehr Menschen frühzeitig in den Ruhestand gehen, wenn sie sich trauten.“
    Demnach ist ein Leben als Privatier vielfach keine Frage des Geldes, sondern des Mutes, gegen die Konventionen der Leistungsgesellschaft zu verstoßen, nach denen man zuvor viele Jahrzehnte gelebt hat. ...'

    - de.wikipedia.org: Privatier

    - https://der-privatier.com/

  4. : amazon.com:

    Scott Santens: Let There Be Money: Understanding Modern Monetary Theory and Basic Income

    What is money? How is it created? What's the point of taxes and how should they be implemented? Are federal deficits bad for the economy? Would abolishing poverty lead to higher inflation? Is inflation something to avoid? These are just some of the questions Scott Santens explores in order to answer the biggest question of all about the concept of universal basic income (UBI) and virtually all government spending in general: "How do we pay for it?"

    Herausgeber ‏ : ‎ Independently published (13. Dezember 2021)
    Sprache ‏ : ‎ Englisch
    Taschenbuch ‏ : ‎ 69 Seiten
    ISBN-13 ‏ : ‎ 979-8781516377
    5,95 Dollar

    Kümmert sich bereits jemand um eine deutsche Übersetzung? Wer könnte das tun? (wr)

  5. : fluter.de:

    Harter Job

    Melanie Wolff ist eine von mehr als einer Million Langzeitarbeitslosen in Deutschland. Es ist ein Leben unter Dauerdruck, sagt Wolff. Den mache man sich vor allem selbst

    de.wikipedia.org: Fluter
    Der fluter ist ein kostenfreies Jugendmagazin der Bundeszentrale für politische Bildung.

  6. : idler.co.uk:

    How to Quit Your Job

    They’re calling it the Great Resignation. People are quitting their jobs in droves, escaping the daily grind in search of meaning. If you want to quit your job, and create a new life of freedom, then read on.
  7. : de.wikipedia.org:

    Blassblauer Punkt

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    Pale Blue Dot (PBD, englisch für blassblauer Punkt) ist der Name eines Fotos der Erde, welches auf Anregung des US-amerikanischen Astronomen Carl Sagan von der Raumsonde Voyager 1 aus einer Entfernung von etwa 6 Milliarden Kilometer oder 40,5 AE aufgenommen wurde. Es handelt sich bis heute um das aus dem größten Abstand gemachte Foto der Erde. Zudem war es zum damaligen Zeitpunkt die größte Distanz zur Erde, aus der jemals ein Foto aufgenommen wurde.

    '... (Es ist uns gelungen, dieses Bild [aus dem tiefen Weltraum] aufzunehmen, und wenn man es betrachtet, sieht man einen Punkt. [Dieser Punkt] ist hier. Er ist unser Zuhause. Wir sind das. Darauf hat jeder, von dem ihr je gehört habt, jeder Mensch, der je gelebt hat, sein Leben gelebt. Die Gesamtheit aller unserer Freuden und Leiden, Tausender von sich selbst überzeugten Religionen, Ideologien und ökonomischer Doktrinen, jeder Jäger und Sammler, jeder Held und Feigling, jeder Schöpfer und Zerstörer von Zivilisationen, jeder König und Bauer, jedes verliebte junge Paar, jedes hoffnungsvolle Kind, jede Mutter, jeder Vater, jeder Erfinder und Entdecker, jeder Lehrer der Moral, jeder korrupte Politiker, jeder Superstar, jeder oberste Führer, jeder Heilige und Sünder in der Geschichte unserer Spezies lebte dort auf einem Staubkorn in einem Sonnenstrahl. ...'

    '... Unser Planet ist eine einsame Flocke in der großen umhüllenden kosmischen Dunkelheit. In unserer Dunkelheit – in all dieser Weite – gibt es keinen Hinweis, dass Hilfe von anderswo kommen wird, um uns vor uns selbst zu retten. Man sagte, dass Astronomie eine bescheiden machende, und ich könnte hinzufügen, eine charakterbildende Erfahrung ist. Meiner Meinung nach gibt es vielleicht keine bessere Demonstration der Dummheit der menschlichen Einbildungen als dieses ferne Bild von unserer kleinen Welt. Mir unterstreicht sie unsere Verantwortung, freundschaftlicher und mitfühlender miteinander umzugehen und diesen blassblauen Punkt, das einzige Zuhause, das wir je gekannt haben, zu bewahren und zu pflegen.)
    – Carl Sagan ...'

  8. : archiv-grundeinkommen.de:
    Ausriss: ZEIT Nr. 4 vom 20.01.2022, Seite 18, Leserbriefe:

  9. Termin: : wiesentbote.de:

    Online-Bildungsveranstaltung des KAB Bamberg: „Das bedingungslose Grundeinkommen“

    '... Referent: Winfried Gather, Stellvertretender Sprecher des Kompetenzzentrums Grundeinkommen der KAB Deutschland
    Verantwortlich für die Veranstaltung im Rahmen der KAB Bildungsarbeit Bayern ist das KAB Bildungswerk Bamberg. Die kostenlose Online-Veranstaltung findet am 25. Januar 2022 um 19:00 Uhr statt. ...'

    kab-bamberg.de:
    "Wenn wir zu träumen wagen" Das bedingungslose Grundeinkommen
  10. : pressetext.com:

    Grundeinkommen mindert Arbeitswillen nicht

    Universität Leiden: Bei Arbeitsaufnahme verlorene Leistungen wirken hingegen demotivierend

    '... Anders ist das bei dem System mit bedingter Grundsicherung. "Sobald es eine Situation gibt, in der Sie Ihre Sozialleistungen verlieren, wenn Sie anfangen zu arbeiten, ist das demotivierend. Das haben wir in fast allen Experimenten gesehen", so De Kwaadsteniet. Das liegt wohl daran, dass solch ein System die Menschen risikoscheu macht. "Wenn man Sozialleistungen bezieht und einen Job findet, führt das zu einer potenziell besseren, aber auch unsichereren zukünftigen Situation", erklärt Poletiek. Wer einfach weiter Sozialleistungen bezieht, vermeidet das - weshalb sich Betroffene nicht unbedingt um Jobs bemühen. ...'

  11. : spiegel.de:

    Jeder Vierte kündigt ohne neue Stelle

    Im Laufe der Pandemie werden Mitarbeitende wechselwilliger: Mittlerweile ist mehr als ein Drittel offen für eine neue Stelle. Besonders Frauen zieht es weg vom alten Job.

    '... Mehr Geld spielte beim tatsächlichen Jobwechsel nur für ein Fünftel eine Rolle. ...'

  12. : swrfernsehen.de:

    So ist es, wenn man das Grundeinkommen für ein Jahr gewonnen hat (4 Min)

    Giannina Marchioro aus Gusterath bei Trier ist eine der Gewinnerinnen des Vereins "Mein Grundeinkommen". Das heißt, dass sie seit einem halben Jahr 1.000 Euro jeden Monat bekommt – einfach so, ohne zusätzliche Arbeit, an keinerlei Bedingungen geknüpft. Bewerben kann sich für die Verlosung jeder, ganz unabhängig vom sozialen Status des Bewerbers. Das Geld kommt über Crowdfunding zusammen. Zehntausende Menschen spenden also regelmäßig.
  13. : zeit.de/arbeit:

    "Die meisten Menschen müssten nicht so viel arbeiten, wie sie es tun"

    Unsere Vorfahren arbeiteten weniger und lebten glücklicher. Der Anthropologe James Suzman findet: Wir sollten von ihnen lernen – und unsere Arbeit radikal überdenken.
    (Abo)
    zeit.de: Buch Suzman

    '... Zeit: Macht weniger Arbeit wirklich glücklicher?
    Suzman: Es kommt darauf an, wie wir unsere restliche Zeit füllen. Den größten Teil unserer Geschichte über hatten die Menschen keinen Job, aber trotzdem genug zu tun. Die Vorstellung, weniger Arbeit zu haben, versetzt uns moderne Menschen in Panik. Dabei ist das trügerisch, denn unseren Vorfahren ging es über Jahrtausende gut damit. Sie waren viel entspannter, und zwar auf eine Weise, die wir heute kaum noch erfahren können. Wir fürchten immer etwas Sündiges im Müßiggang. Wir können nicht richtig abschalten, haben dabei ein schlechtes Gewissen oder denken währenddessen ständig an das nächste Projekt. Unsere Vorfahren waren nach ihrer Nahrungssuche viel freier als wir nach dem Feierabend. ...'

    '... Der Mensch ist von Natur aus energisch und engagiert und findet Arbeit, die ihm Freude bereitet. ...'

    '... Wir müssen bereit sein zu experimentieren. Ich denke da auch an das bedingungslose Grundeinkommen, mit dem ein Mensch, der die Musik liebt, Musiker werden kann und nicht am Ende in einer Fast-Food-Kette Burger braten muss, um seine Miete zu bezahlen. Ich stelle mir eine Arbeitswelt vor, in der nicht nur der Profit regiert. ...'

    '... Ich kenne so viele Akademikerinnen und Akademiker, die Sinnvolles tun könnten und ihr Talent in Unternehmen verschwenden. ...'

  14. : deutschlandfunkkultur.de:

    Ein modernes Politikversagen

    Ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle: Wollen wir das? Wenn ja, wie wollen wir das erreichen? Diese politischen Fragen verlangen nach politischen Antworten, doch sie werden abgeschoben in die Wissenschaft, kritisiert der Philosoph Philip Kovce.

    '... Daraus folgt, dass wir den wissenschaftlichen Geist der Wahrheitsfindung sowie den politischen Geist der Willensbildung klar und deutlich voneinander unterscheiden müssen. Für das Grundeinkommen bedeutet das, dass wir es zwar nach allen Regeln der Kunst drehen und wenden, aber weder testen noch simulieren können. Der politische Akt seiner Einführung lässt sich nicht vorwegnehmen. ...'

  15. : Internet: Twitter:

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  16. : spiegel.de:

    Es geht um Schadensbegrenzung

    Eine Ikone der französischen Politik will das sozial-ökologische Lager retten: Christiane Taubira, Streiterin für Minderheiten, tritt zur Präsidentschaftswahl an. Warum sie das Fiasko der Linken noch verschlimmern könnte.

    '... »Die Pandemie offenbart viel soziales Leid.« Dieses Leid, »die Ungleichheit, die Ungerechtigkeiten, die Diskriminierungen« werde sie resolut bekämpfen, verspricht sie. Etwa mit einem bedingungslosen Grundeinkommen von 800 Euro für junge Menschen. ...'

  17. : universiteitleiden.nl:

    Basic income would not reduce people’s willingness to work

    A basic income would not necessarily mean that people would work less. This is the conclusion of a series of behavioural experiments by cognitive psychologist Fenna Poletiek, social psychologist Erik de Kwaadsteniet and cognitive psychologist Bastiaan Vuyk. They also found indications that people with a basic income are more likely to find a job that suits them better.
  18. : deutschlandfunk.de: Essay und Diskurs:

    Mathias Greffrath: Das Kapital – Aktuelle Brisanz der Marxschen Kategorie (29 Min)

    Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche, Pandemie – die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon überall, auch unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert.

    Es war eines der Hauptwerke des deutschen Philosophen, Ökonomen und Gesellschaftstheoretikers Karl Marx – „Das Kapital“. Mitte September 1867 erschien der erste Band beim Hamburger Verleger Otto Meissner in einer Startauflage von 1.000 Exemplaren. Die Welt gibt Anlass und Grund genug, „Das Kapital“ noch einmal gründlich zu lesen. Der Publizist Mathias Greffrath kennt das Werk und beschreibt, wie die Marxsche Kategorie des Mehrwerts heute noch politische Brisanz entfalten kann.
    (Wh. vom 13.11.2016)

    BGE ab 22 Min, 02 Sek:
    '... Ein Existenzgeld soll die Würde der Überflüssigen sichern. Es wäre die Würde der Almosenempfänger. Von Menschen, wie Marx schreibt, die mit Vergnügen auf den Handel eingehen würden, wenn das Kapital sie zahlen wollte, ohne sie arbeiten zu lassen. Für Marx wäre das der Gipfel der Entfremdung gewesen. Der Verzicht darauf, ein produktives, Reichtum schaffendes Mitglied der Gesellschaft zu sein, und deshalb bei seiner Verwendung ein Wörtchen mitzureden. ...'
  19. : twitter.com/AvEinem:

    Median Netto-Vermögen 16-34 Jahre / pro Haushalt

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    ecb.europa.eu:
    - Household Finance and Consumption Survey (HFCS)
    - Household Finance and Consumption Network (HFCN)

    16.01.2022: www.daserste.de:
    EU: Wie viel Vermögen haben die Europäer*innen?
    Vor einigen Tagen erregte eine Schweizer Studie Aufsehen, nach der die Deutschen am meisten Vermögen in der Corona-Pandemiezeit angehäuft hätten.
    Doch ein genauerer Blick zeigt: Der Vermögenszuwachs ist nur ein absoluter – und der Zugewinn extrem ungleich verteilt. Und völlig gegensätzlich wird es, wenn man sich die jüngeren Deutschen anschaut. Dann zeigt sich nämlich: Deutschland ist beim Einkommen und Vermögen eines der Schlusslichter in Europa.

  20. : zeit.de/campus:

    Mein Haus, meine Firma, mein schlechtes Gewissen

    Antikapitalist sein – und erben? Erben – und Startkapital für alle fordern? Die Geschichten zweier Männer zeigen, dass immer mehr junge Menschen mit ihrem Erbe hadern.
  21. : migros-engagement.ch:

    Dank Ting: Ramona bekommt ihr Geld geschenkt

    '... Mitglieder zahlen monatliche Beiträge und können je nach Mitgliedschaft später ein Community-Grundeinkommen beantragen. Die Maximalvariante beinhaltet 2500 Franken für sechs Monate. «Dafür ist ein Projektantrag notwendig, der von einem Gremium bestehend aus Ting-Mitgliedern und Externen beurteilt wird», sagt Riesen (siehe Box unten). Die heute 198 Mitglieder verteilen derzeit monatlich 16 000 Franken und haben seit Lancierung 68 Monate Grundeinkommen ausbezahlt. ...'
  22. : goethe.de:

    Warum wir Millennials das Grundeinkommen erleben werden

    '... Ein Grundeinkommen, das sich nicht zu weit vom Existenzminimum entfernt und sich nicht in humanistische Höhen verirrt, könnte nicht nur die Massen ruhig stellen, sondern gleichzeitig auch den Konsum aufrecht erhalten. Eine Art digitales Brot und Spiele. ...'

    '... Nach einem Rettungsanker, einem kleinen Durchatmen, das uns die wohlige Wärme der Kindheit zurückgibt. Die Idee des Grundeinkommens bedient diese Sehnsucht, scheint wie die Antwort auf unplanbare Lebensentwürfe und ein offeneres, flexibleres Lebensgefühl. Es ist weniger die Aussicht, sich auf die faule Haut legen zu können, als einen sicheren Boden unter sich zu wissen, um das machen zu können, was wir wollen: Etwas Sinnvolles leisten. ...'

    '... Erst wenn es durch Automatisierung tatsächlich zu Massenarbeitslosigkeit oder gesellschaftlichen Unruhen kommen sollte, wird auch ein Grundeinkommen wahrscheinlich. Vorher wird es eine nette Idee bleiben. Der Atomausstieg wurde auch nicht durch gutes Zureden, sondern durch Fukushima ermöglicht. Katastrophen schaffen Handlungsdruck, Visionen allenfalls Hoffnung. So war es Ende des 19. Jahrhunderts auch die Angst vor einer Revolution der Arbeiterschaft, die Bismarck veranlassten, den Grundstein unseres heutigen Sozialstaats zu legen und so den katastrophalen Arbeitsbedingungen in den Fabriken entgegenzuwirken. ...'

    '... Das Grundeinkommen ist kein Allheilmittel, sondern eine mögliche Antwort auf die Gegebenheiten unserer Zeit. Je nach Konzept und Intention gibt es zu Recht große Bedenken und Risiken, die im Detail zu entsprechender Zeit ausgelotet werden müssen. Unser Sozialsystem wird in jedem Fall schrittweise umgebaut werden müssen und ein Grundeinkommen kann ein sinnvoller Teil dieses Umbaus sein. Im Interesse unserer Demokratie sollte die Politik diesen Umbau frühzeitig angehen. ...'

  23. : wdr.de/mediathek/audio:

    Schweden entlastet Haushalte bei Heizkosten

    Weil die Heizkosten aktuell stark steigen, zahlt Schweden allen Haushalten, die monatlich mehr als 2000 Kilowattstunden verbrauchen, knapp 200 Euro obendrauf - und zwar je in den Wintermonaten von Dezember bis Februar.
  24. : taz.de:

    Gutscheine gegen Schwarzarbeit

    Neun von zehn Haushaltshilfen arbeiten unangemeldet. Das soll ein neues Gutscheinsystem ändern, verspricht Minister Hubertus Heil.

    '... SPD, Grüne und FDP hatten die Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen schon im Koalitionsvertrag verabredet. Geplant sei, zunächst Familien, Alleinerziehende und pflegende Angehörige finanziell zu unterstützen, wenn sie Haushaltshilfen beschäftigen. Dafür solle 2023 ein Gutscheinsystem eingeführt werden, kündigte der Bundesarbeitsminister bereits vergangenen November an. ...'

    '... In Belgien gibt es ein solches System seit 2004. Wer eine Haushaltshilfe beschäftigen möchte, kann Gutscheine für 9 Euro kaufen, für die die Haushaltshilfe dann 22 Euro bekommt. Der Staat legt 13 Euro drauf und zahlt damit deutlich mehr als die Hälfte. An diesem System orientiert sich auch der Plan der Bundesregierung. ...'

  25. : zeit.de/arbeit:

    "Ich rate allen zu kündigen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden"

    Ein Job kann unzufrieden machen, manchmal sogar krank. Die Kündigung fühlt sich dann an wie eine Befreiung. Drei Betroffene erzählen, wie ein Jobwechsel sie geheilt hat.
    (Abo)

    '... Heute würde ich all meinen Freunden raten, zu kündigen, wenn sie das Gefühl haben, nicht mehr gebraucht zu werden. Ich war eigentlich nie wirklich unglücklich in meinem Job und sehe meine Arbeit sehr pragmatisch: Ich erledige meine Aufgaben, um Geld zu verdienen und mir ein gutes Leben leisten zu können, nicht um meiner Leidenschaft nachzugehen. Aber nichts zu tun zu haben, ist einfach ein beschissenes Gefühl und sehr unbefriedigend. ...'

  26. : deutschlandfunkkultur.de:

    Was ist uns Arbeit wert?

    Wenig Geld trotz Vollzeitjob: In Deutschland trifft das jeden Fünften. Betroffen sind meist jene, die den Laden am Laufen halten: Pflegekräfte, Kassiererinnen, Zusteller. Experten warnen vor einer neuen Klassengesellschaft. Wie können wir das ändern?
  27. Termin: : eventbrite.co.uk:

    What's the worst that could happen?

    Why catastrophic risks are more dangerous than you think, and how populism makes them worse.

    Did you know that you're more likely to die from a catastrophe than in a car crash?

    In this online talk with the Cambridge Centre for the Study of Existential Risk, Andrew Leigh will look at catastrophic risks and how to mitigate them, and explain how the rise of populist politics makes catastrophe more likely.

    Andrew Leigh is a Member of the Australian House of Representatives, and author of ten books, including most recently What's the Worst That Could Happen? Existential Risk and Extreme Politics (MIT Press & Penguin).

    This event will be held on Zoom.

  28. Termin: : basicincome.org:

    FRIBIS-BIEN Webinar on UBI: One Idea, plenty of Experiences

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    This will be a conversation between Enno Schmidt and Sarath Davala about their ideas of UBI and their experiences with UBI in the practical world. Students from various universities from across the world will be nominated by their respective institutions to participate.
  29. : facebook.com/groups/antiwork:

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  30. : utopie25.de:

    Bürgergeld – Am Zeitgeist vorbei

    '... Menschen brauchen keinen paternalistischen Staat, der sie überwacht und ihr Leben in die richtigen Bahnen lenkt. Sie fordern und fördern sich ganz von selbst, wenn man sie nur lässt. Und Menschen brauchen kein Reförmchen. ALGII in Bürgergeld umzunennen, aber inhaltlich nur kleine Veränderungen vorzunehmen, wird einer der größten Industrienationen der Erde nicht nur nicht gerecht, diese allenfalls kosmetischen Änderungen sorgen bei den Betroffenen für noch mehr Politikverdrossenheit. ...'
  31. : ardmediathek.de/video:

    Bedingungsloses Grundeinkommen (8 Min)

    Die Bonnerin Katrin Kohlbecher bekam ein Jahr lang 1000 Euro monatlich. Hat sich ihr Leben verändert?
  32. Termin: : facebook.com/events:

    Think-Tank mit dem Autor des Buches "Das halbe Grundeinkommen"

    szshop.sueddeutsche.de: Das halbe Grundeinkommen
    Autor/en: Georg Grund-Groiss, Philipp Hacker-Walton
    Erscheinungstermin: 12.05.2021
    ISBN: 9783991003199
    Seitenzahl: 200
    Verlag / Label: Braumüller
    18 Euro

    '... Mit der neuen coronabedingten Massenarbeitslosigkeit hat ein tektonisches Beben die ethischen Grundfesten unserer Arbeitsgesellschaft erschüttert. Wenn wir weiter am Modell der Erwerbsarbeit als einem quasi religiösen gesellschaftlichen Leitbild festhalten, zerstören wir Zigtausende Existenzen, nicht nur ökonomisch, sondern auch im Hinblick auf die sozialen Grundlagen ihrer Selbstachtung. In der Arbeitsmarktpolitik ist es an der Zeit, sich vom Prinzip des Förderns und Forderns zu verabschieden und sich der Idee eines partiellen bedingungslosen Grundeinkommens zu widmen. Die Autoren zeigen, wie dieses halbe Grundeinkommen in die bestehenden Institutionen eingebettet werden kann und welche geradezu revolutionären Auswirkungen das im Sinne einer guten Gesellschaft hätte. Wir können den Weg einer grundlegenden Reform unserer Arbeitsgesellschaft beschreiten, ohne unsere tief verwurzelten Gerechtigkeitsvorstellungen auszuhebeln. In Interviews mit Erwerbslosen und Beschäftigten wird deutlich, wie man am Arbeitsethos als einer Kardinaltugend festhalten und trotzdem viele Menschen in ihrem Arbeitsleben freier und glücklicher machen kann. ...'
  33. : br-klassik.de:

    Grundeinkommen für Kulturschaffende

    Mitte Oktober 2021 hat Irlands Kulturministerin Catherine Martin beschlossen, Kulturschaffenden für drei Jahre ein bedingungsloses Grundeinkommen zu gewähren, damit diese weiterhin ihrer kreativen Arbeit nachgehen können. Profitieren sollen von diesem Projekt rund 2.000 Kreative aus Bereichen wie Musik, Schauspiel oder bildende Kunst, aber auch die Club- und Veranstaltungsszene soll unterstützt werden – alles Bereiche, die durch die Covid-Pandemie extreme Einbußen hinnehmen mussten und weiterhin müssen.
  34. : academic.oup.com:

    How Important Is Temptation Spending? Maybe Less than We Thought

    Temptation plays a key role in theoretical work on spending and saving in developing countries. The limited empirical evidence on its importance, however, suggests that cash transfers do not induce increases in temptation spending. This paper expands the evidence base by studying the effect of randomized exposure to temptation on spending decisions in rural Malawi.

    Die Versuchung spielt in theoretischen Arbeiten über Ausgaben und Sparen in Entwicklungsländern eine zentrale Rolle. Die begrenzten empirischen Belege für ihre Bedeutung deuten jedoch darauf hin, dass Bargeldtransfers nicht zu einem Anstieg der Ausgaben für Versuchungen führen. Die vorliegende Arbeit erweitert die Evidenzbasis, indem sie die Auswirkung von zufälligen Verlockungen auf Ausgabenentscheidungen im ländlichen Malawi untersucht.
    Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

  35. : stern.de:

    Platz auf dem Acker! John Deeres Roboter-Trecker rollt an

    John Deere hat den ersten vollautonomen Allzwecktraktor vorgestellt. Ganz allein kann er 24 Stunden am Tag auf dem Feld arbeiten. Schon 2022 geht der R8 in Serie – ein Kit macht es möglich, vorhandene Modelle nachzurüsten.
    '... Experten schätzen, dass der Kit etwa 50.000 US-Dollar kosten wird. ...'
  36. : deutschlandfunkkultur.de:

    Mindestlohn 3000 Euro – geht das? (Audio, 10 Min)

    Der Arbeitsmarktexperte Jürgen Schupp wagt in unserem Interview ein Gedankenexperiment: Wie wäre es, wenn alle Beschäftigten monatlich mindestens 3.000 Euro bekämen?
    (BGE ab 6 Min 14 Sek)
  37. : youtube.com:

    Sollten wir alle weniger arbeiten? Das sagt die Wissenschaft | Quarks TabulaRasa (12 Min)

    Dir sind 40 Stunden Arbeit die Woche einfach zu viel? Damit bist du nicht allein: Umfragen zeigen, dass viele Menschen in Deutschland mehr Stunden arbeiten, als ihnen lieb ist. Außerdem: Wer ist schon den ganzen Tag wirklich konzentriert und produktiv bei der Sache?
    Klar, wünschen kann man sich viel. Aber es gibt tatsächlich sehr gute Gründe für eine etwas kürzere Vollzeit und damit mehr Freizeit – zum Beispiel aus medizinischer Sicht. Auch Arbeitgeber könnten davon profitieren. Sogar zur Gleichberechtigung könnten kürzere Arbeitszeiten etwas beitragen. Klingt alles ziemlich gut, aber natürlich gibt es auch gute Contra-Argumente. Wir zeigen euch im Video, was für und was gegen kürzere Arbeitszeiten spricht – und ob sie überhaupt umgesetzt werden können.
  38. Termin: : zoom: attac:
    Mittwoch, 12.1.2022, 18.00-19.00 Uhr

    Referent Hinrich Garms, AG prekäre Lebenslagen Das Konzept "Existenzgeld"

    Seit den ganz frühen 1980er-Jahren beschäftigen sich Erwerbsloseninitiativen mit dem bedingungslosen Grundeinkommen und fordern ein Existenzgeld. Das wäre mehr als nur eine Spielart des Bedingungslosen Grundeinkommens, nämlich ein Konzept zur Umverteilung von gesellschaftlichem Reichtum und Macht. Die Gruppen teilen die grundsätzliche Einschätzung, dass der Kapitalismus keine ökonomische oder politische Basis für die Alternative einer besseren Gesellschaftsordnung bietet.

    Im Jahre 2000 hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen (BAG SHI) ein umfassendes Modell entwickelt, das 2008 überarbeitet wurde. Die BAG Prekäre Lebenslagen hat das 2019 diskutiert und eine erneut bearbeitete Fassung beschlossen https://www.bag-plesa.de/​themen/​Existenzgeld/​Existenzgeld_2019.pdf (pdf, 7 Seiten)

    Ein zentrales Element für die Finanzierung ist eine 50%-Abgabe („Take- Half“) auf jegliche Arten von Nettoeinkommen nach jetzigem Steuerrecht als zweckgebundene Abgabe für alle.

    Zoom-Meeting beitreten https://zoom.us/j/​93251012735?pwd=​d1hkaDg2b3oxSzRRWnpJVzk0TzJXdz09
    Meeting-ID: 932 5101 2735 Kenncode: 549497
  39. Termin: : widerquist.com:

    Karl Widerquist: Follow along with my class “the Ethics of Universal Basic Income”

    '... I’m teach a six-week masters seminar called “the Ethics of Universal Basic Income” (UBI) at the University of Freiburg, over six Fridays, January 7 – February 11, 2022. If you’d like to follow along, I’ll post the lectures on YouTube by the next day. Virtually students can comment here and interact with each other. And of course, the lectures will remain up, so you can follow the class later if you want. ...'
  40. : faz.net:

    Gesundheitsrisiko Ruhestand

    Bauen Menschen im Ruhestand geistig schneller ab als Gleichaltrige, die noch im Beruf stehen? Mit dieser Frage haben sich Wissenschaftler des RWI befasst.
  41. : welt.de:

    Thomas Straubhaar: Kürzer arbeiten, mehr Rente – Nur die Roboter können das Sozialsystem retten

    Deutschlands Rentensystem ist pleite. Alles, was der Politik dazu einfällt, ist ein späteres Renteneintrittsalter. Wir müssen dieses armselige Mantra überwinden. Zumal es Alternativen gibt, die ein enormes Potenzial bergen – und mehr Generationengerechtigkeit herstellen.

    '... Zielführender als ältere Menschen zu längerem Arbeiten zu zwingen ist es, den Fokus auf jüngere Personen zu richten. Und dabei geht es eben darum, deren Leistungsfähigkeit zu steigern und dafür zu sorgen, dass sie mit weniger Arbeitsstunden als heute mehr Wertschöpfung erzeugen als jetzt. Das aber kann allein dadurch gelingen, dass Beschäftigte, wo und wann immer möglich, durch Roboter unterstützt werden.
    Je mehr Arbeit von Automaten erledigt wird, umso höher wird die Arbeitsproduktivität der Beschäftigten und mit umso weniger menschlicher Arbeitszeit wird umso mehr geschaffen. Weniger, dafür produktiver zu arbeiten, muss zur Vision der Arbeitswelt im 21. Jahrhundert werden. ...'

    '... Nur ein Generationenvertrag, der die Wertschöpfung von Robotern und Automaten miteinbezieht, wird künftig halten können, was er heute verspricht. ...'

  42. : zeit.de:

    Wenn die Arbeit das Leben ist

    Viele Akademiker opfern ihre Zeit mit Familie und Freunden, um noch mehr zu arbeiten. Der kreative Kapitalismus macht Arbeit zu einer neuen Religion – und wir machen mit.
    (Abo)
  43. : zeit.de:

    Mit 1000 Euro um die Welt

    Wem würde das bedingungslose Grundeinkommen nutzen? Nicht den Armen und Abgehängten, sondern vor allem den Selbstverwirklichungsträumen der bürgerlichen Boheme.
    (Abo)

    '... Wenn man sagt, dass man gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ist, dann denken die Leute immer direkt, dass man auch Katzenbabys ertränken würde oder Obdachlose anzünden. ...'

    '... Das mit dem Geld bekäme man hin, wenn man es anders verteilte. Das mit der Arbeit auch, vielleicht würden die Löhne steigen, aber Menschen wollen generell tätig sein, sie wollen nützen, mithelfen, dabei sein. Und Inflation? Dann hätten wir eben Zustände wie in der Schweiz oder in Skandinavien, wo zwar alles teuer ist, weil die Löhne höher sind, aber die Leute verdienen eben auch genug, um die Preise zu zahlen. ...'

    '... Und leider kommt erschwerend hinzu, dass die meisten Linken die Armen und ihre Belange von Grund auf abstoßend finden. Sie wollen das Grundeinkommen nicht für Hartz-IV-Empfängerinnen, sondern für ihre Künstlerfreunde. Sie wollen, dass ihre Söhne und Töchter nach dem Abitur ein Jahr nach Südamerika reisen können, ohne dass es Stress mit der Kindergeldkasse gibt. Sie wollen selbst niemals das Gefühl von Bedürftigkeit spüren, sie wollen niemals der Abschaum sein, der um Hilfe bittet. Deshalb erträumen sie sich ein System, in dem niemand mehr um Hilfe bitten muss, anstatt das Leben derjenigen zu verbessern, die jetzt auf Hilfe angewiesen sind. ...'

    '... Diese Leute ekeln sich vor den armen Kindern, denn die stinken und sagen Schimpfworte. Aber weil sie wissen, dass dieser Ekel falsch ist, moralisch verwerflich, sind sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Was erst einmal nur eine Haltung ist, die noch keine weitere Handlung erfordert. Die Armen sollen still sein, unauffällig, etwas besser gekleidet wäre auch schön. Aber mit jemandem, der nur vom Grundeinkommen lebt, mit dem würde man am Ende trotzdem nichts zu tun haben wollen. Hier ist das Geld, lassen Sie uns bitte in Frieden mit Ihrem sonstigen Elend. ...'

  44. : zeit.de:

    Gleichstellung? Von wegen!

    Achtstundentag als Norm, Sorgearbeit als Sonderfall – dieser Koalitionsvertrag bricht keine alten Rollenbilder auf.

    '... Am problematischsten ist jedoch das Festhalten an der Erwerbsarbeit in der gewohnten Form. Ein bisschen mehr Flexibilität bezüglich Arbeitszeit und -ort darf sein, aber die Norm des Achtstundentages bleibt. Die Arbeitsmarkt-, Gleichstellungs- und Familienpolitik soll laut Koalitionsvertrag einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen dienen. Fatalerweise wurde das Schließen der Sorgelücke hierbei wieder einmal nicht mitgedacht. Damit ist klar, was Ausnahme und was Regel ist und dass diejenigen, die Sorgearbeit leisten, weiterhin das Nachsehen haben. ...'

    '... Das Verhältnis von Erwerbs- und Sorgearbeit müsste grundsätzlich neu gedacht werden. Alle Menschen sind im Lebensverlauf sorgebedürftig und sorgen selbst für andere. Diese Conditio humana verleiht dem so läppisch daherkommenden Thema Zeit, verbunden mit dem Thema Existenzsicherung, seine Wucht. ...'

  45. : zeit.de:

    Der Extraurlaub, den kaum jemand nutzt

    Fast alle Angestellten haben das Recht auf fünf Tage Bildungsurlaub im Jahr, doch nur wenige beantragen ihn. Dabei gibt es Programme von Yogakursen bis zur Sprachreise.
  46. : Sascha Liebermann:

    Sozialversicherungspflicht mit hohem Mindestbeitrag bei geringem Einkommen…

    …führt zu grotesken Auswirkungen, sofern ein Einkommen aus selbständiger/ freiberuflicher Tätigkeit 450 Euro monatlich überschreitet. Im hier interessierenden Beispiel geht es um das Einkommen aus Lehraufträgen an Hochschulen.

    '... Es wird hieran deutlich, wie sehr der deutsche Sozialstaat auf dauerhafte Angestelltenverhältnisse ausgelegt ist und wie wenig unstete Erwerbsarbeitsverhältnisse Berücksichtigung finden. ...'

  47. : forschung-und-wissen.de:

    CO2-Steuer könnte einkommensschwache Haushalte entlasten

    Eine alternative Verwendung der CO2-Steuer könnte dazu führen, dass Haushalte mit geringen Einkommen finanziell profitieren. Wohlhabende würden hingegen stärker belastet werden als aktuell.

    '... „Die Idee dabei ist, dass jeder Mensch in einer Gesellschaft unabhängig vom Einkommen einen Scheck zugeschickt bekommt. Und zwar bekommt jeder den gleichen Betrag“, erklärt Wagner. Geringverdiener, die durch ihren Lebensstil relativ wenig CO2 emittieren, würden dadurch am Ende mehr Geld erhalten als sie an CO2-Steuer gezahlt haben. ...'

    29.11.2021: nature.com:
    Climate action with revenue recycling has benefits for poverty, inequality and well-being

  48. : de.wikipedia.org:

    Erwerbstätigkeit

    '... Nach Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zählen zu den Erwerbstätigen alle Personen im Alter von 15 und mehr Jahren, die in einem Arbeitsverhältnis stehen (Arbeitnehmer) oder selbständig ein Gewerbe oder eine Landwirtschaft betreiben (Selbständige, Unternehmer) oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Verwandten mitarbeiten. Personen, die lediglich eine geringfügige Tätigkeit (Mini-Job) ausüben oder als Aushilfe nur vorübergehend beschäftigt sind, zählen ebenso als Erwerbstätige wie auch Personen, die einem Ein-Euro-Job nachgehen. ...'

    '... Die Zuordnung zu den Erwerbstätigen ist unabhängig von der tatsächlich geleisteten oder vertraglich vereinbarten Arbeitszeit. Der internationalen Praxis folgend gelten auch Personen, die zwar nicht arbeiten, bei denen aber Bindungen zu einem Arbeitgeber bestehen (z. B. Personen in Mutterschutz oder Elternzeit, die diesen Urlaub aus einer bestehenden Erwerbstätigkeit angetreten haben), als erwerbstätig.
    Nicht zur Erwerbstätigkeit wird die Zwangsarbeit gezählt, etwa in Gefängnissen oder in Form einer gerichtlich angeordneten Strafe im Jugendstrafrecht. ...'

    destatis.de:
    Erwerbstätige
    '... Erwerbstätige sind nach den Definitionen der internationalen Arbeits­organistionen (ILO) Personen im Alter von 15 Jahren und mehr, die mindestens eine Stunde in der Woche gegen Entgelt irgendeiner beruflichen Tätigkeit nach­gehen beziehungsweise in einem Arbeits­verhältnis stehen (Arbeitneh­merin­nen und Arbeitnehmer) oder selbstständig ein Gewerbe, einen freien Beruf, ein Handwerk oder eine Land­wirtschaft betreiben oder als mithelfende Familienangehörige im Betrieb eines Familienmitgliedes mitarbeiten, ohne dafür Lohn oder Gehalt zu beziehen.

    Einbezogen sind ferner Soldatinnen und Soldaten und Personen in Freiwilligen­diensten. Als Erwerbstätige gelten auch Personen, die vorübergehend nicht arbeiten, sofern sie formell mit ihrem Arbeitsplatz verbunden sind (zum Beispiel Urlauber, Kranke, Streikende, Ausgesperrte, Mutterschafts- und Elternurlauber, Schlecht­wettergeld­empfänger und so weiter). Die Bedeutung des Ertrages der Tätigkeit für den Lebens­unterhalt ist hierbei irrelevant. ...'

  49. Termin: : boell.de:

    Alles anders?! Gerechtigkeit neu denken

    Gespräch mit Dr. Ulrich Schachtschneider (Sozialwissenschaftler und Autor), der Aktivistin Ronja Weil und der Europaabgeordneten Katrin Langensiepen

    '... Könnte ein ökologisches Grundeinkommen eine Antwort auf die aktuelle ökologische und soziale Krise sein? ...'

  50. : enorm-magazin.de:

    „Ich fühle mich viel leichter“

    Julietta Ibishi bekommt in einem bundesweiten Modellversuch drei Jahre lang jeden Monat 1.200 Euro. Damit kann sie machen, was sie will. Wie verändert das ihr Leben? Protokoll eines Wandels.
  51. : faz.net:

    Ahnungslos im Billigjob

    7,8 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor. Für viele von ihnen wird er zur Falle, obwohl sie besser bezahlte Alternativen hätten.
    (Abo)
  52. : economics.jku.at:

    Unearned income and labor supply: Evidence from survivor pensions in Austria (pdf, 57 pages)

    Abstract
    We study the effect of lower unearned income on labor supply. To identify the causal effect of an unexpected reduction in unearned income, we exploit a policy reform that lowered survivor pensions in Austria. Men widowed after the survivor pension reform received an approximately 34% lower survivor pension than men widowed before the reform. We follow the employment history of both groups for 150 months and estimate the reform’s effect on labor supply using a regression discontinuity design. The effect of the lower pension is evident immediately after the death of their spouse, is persistent over time, becomes more pronounced over time, and is robust across model specifica- tions. Our baseline result suggests a 3.5 to 5.4 percentage point higher employment rate for survivors in the low pension regime in the long run. The estimated effect corre- sponds to a labor supply elasticity at the extensive margin with respect to the changes in total income of about −0.9 to −1.3.

    (Übersetzt am 03.01.2022 mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version))

    Unverdientes Einkommen und Arbeitsangebot: Evidenz aus Hinterbliebenenrenten in Österreich

    Zusammenfassung
    Wir untersuchen die Auswirkung eines geringeren unverdienten Einkommens auf das Arbeitsangebot. Zur Identifizierung der kausalen Effektes einer unerwarteten Verringerung des unverdienten Einkommens zu identifizieren, nutzen wir eine politische Reform, die die Hinterbliebenenrenten in Österreich senkte. Männer, die nach der Reform der Hinterbliebenenrente verwitwet wurden, erhielten eine rund 34 % niedrigere Hinterbliebenenrente als Männer, die vor der Reform verwitwet waren. Wir verfolgen den Erwerbsverlauf beider Gruppen über 150 Monate und schätzen den Effekt der Reform auf das Arbeitsangebot mit Hilfe eines Regressions-Diskontinuitäts-Designs. Die Auswirkung der niedrigeren Rente zeigt sich unmittelbar nach dem Tod des Ehepartners, bleibt über die Zeit bestehen persistent, wird im Laufe der Zeit ausgeprägter und ist robust gegenüber Modellspezifikationen. Unser grundlegendes Ergebnis deutet auf eine um 3,5 bis 5,4 Prozentpunkte höheredie die Hinterbliebenenrenten in Österreich senkte. Männer, die nach der Reform der Hinterbliebenenrente verwitwet wurden verwitwet wurden, erhielten eine rund 34 % niedrigere Hinterbliebenenrente als Männer, die vor der Reform verwitwet waren. Wir verfolgen den Erwerbsverlauf beider Gruppen über 150 Monate und schätzen den Effekt der Reform auf das Arbeitsangebot mit Hilfe eines Regressions-Diskontinuitäts-Designs. Die Auswirkung der niedrigeren Rente zeigt sich unmittelbar nach dem Tod des Ehepartners, bleibt über die Zeit bestehen persistent, wird im Laufe der Zeit ausgeprägter und ist robust gegenüber Modellspezifikationen. Unser grundlegendes Ergebnis deutet auf eine um 3,5 bis 5,4 Prozentpunkte höhere Beschäftigungsquote für Hinterbliebene in der Niedrigrentenregelung auf lange Sicht. Der geschätzte Effekt entspricht einer Elastizität des Arbeitsangebots an der extensiven Marge in Bezug auf die Veränderungen des Gesamteinkommens von etwa -0,9 bis -1,3.

  53. : voxeu.org:

    Using the labour supply responses of lottery winners to evaluate tax and transfer policies

    Cash welfare programmes are widely thought to discourage work because unearned income reduces the labour supply even when it does not alter work incentives. This column discusses recent evidence from Swedish lottery players suggesting that this ‘income effect’ is economically significant, but modest in magnitude and surprisingly similar across various demographic groups. Introducing ‘unconditional basic income’ programmes in developed countries may reduce the labour supply across a broad cross-section of the population.

    (Übersetzt am 03.01.2022 mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version))

    Nutzung der Arbeitsangebotsreaktionen von Lotteriegewinnern zur Bewertung von Steuer- und Transfermaßnahmen

    Es wird allgemein angenommen, dass Bargeld-Sozialhilfeprogramme von der Arbeit abhalten, weil unverdientes Einkommen das Arbeitsangebot verringert, selbst wenn es die Arbeitsanreize nicht verändert. In dieser Kolumne werden neuere Belege von schwedischen Lottospielern erörtert, die darauf hindeuten, dass dieser "Einkommenseffekt" wirtschaftlich signifikant, aber von bescheidenem Ausmaß und überraschenderweise über verschiedene demographische Gruppen hinweg ähnlich ist. Die Einführung von Programmen für ein "bedingungsloses Grundeinkommen" in Industrieländern kann das Arbeitsangebot in einem breiten Querschnitt der Bevölkerung verringern.

  54. : iza.org:

    Labor Supply Effects of Winning a Lottery (pdf, 25 pages)

    This paper investigates how winning a substantial lottery prize affects labor supply. Analyzing data from Dutch State Lottery winners, we find that earnings are affected but not employment. Lottery prize winners reduce their hours of work but they are not very likely to withdraw from the labor force. We also find that the effects of lottery prizes last for several years and materialize predominantly among young single individuals without children.

    (Übersetzt am 03.01.2022 mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version))

    Arbeitsangebotseffekte eines Lottogewinns

    In dieser Arbeit wird untersucht, wie sich der Gewinn eines hohen Lotteriegewinns auf das Arbeitsangebot auswirkt. Die Analyse von Daten von Gewinnern der niederländischen Staatslotterie finden wir heraus, dass der Verdienst beeinflusst wird, nicht aber die Beschäftigung. Die Gewinner eines Lotteriegewinns reduzieren ihre Arbeitszeit, aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie aus der Erwerbsbevölkerung ausscheiden. Wir stellen außerdem fest, dass die Auswirkungen von Lotteriegewinnen über mehrere Jahre anhalten und vor allem bei jungen, alleinstehenden Personen ohne Kinder zum Tragen kommen.

    iza.org: IZA DP No. 9472: Labor Supply Effects of Winning a Lottery

  55. : ideas.repec.org:

    Guido W. Imbens & Donald B. Rubin & Bruce Sacerdote:
    Estimating the Effect of Unearned Income on Labor Supply, Earnings, Savings, and Consumption: Evidence from a Survey of Lottery Players

    Abstract:
    Knowledge of the effect of unearned income on economic behavior of individuals in general, and on labor supply in particular, is of great importance to policy makers. Estimation of income effects, however, is a difficult problem because income is not randomly assigned and exogenous changes in income are difficult to identify. Here we exploit the randomized assignment of large amounts of money over long periods of time through lotteries. We carried out a survey of people who played the lottery in the mid-eighties and estimate the effect of lottery winnings on their subsequent earnings, labor supply, consumption, and savings. We find that winning a modest prize ($15,000 per year for twenty years) does not affect labor supply or earnings substantially. Winning such a prize does not considerably reduce savings. Winning a much larger prize ($80,000 rather than $15,000 per year) reduces labor supply as measured by hours, as well as participation and social security earnings; elasticities for hours and earnings are around -0.20 and for participation around -0.14. Winning a large versus modest amount also leads to increased expenditures on cars and larger home values, although mortgages values appear to increase by approximately the same amount. Winning $80,000 increases overall savings, although savings in retirement accounts are not significantly affected. The results do not vary much by gender, age, or prior employment status. There is some evidence that for those with zero earnings prior to winning the lottery there is a positive effect of winning a small prize on subsequent labor market participation.

    (Übersetzt am 02.01.2022 mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version))

    Schätzung der Auswirkungen von nicht verdientem Einkommen auf Arbeitsangebot, Einkommen, Ersparnisse und Konsum: Hinweise aus einer Umfrage unter Lotteriespielern

    Zusammenfassung:
    Die Kenntnis der Auswirkungen von nicht verdientem Einkommen auf das wirtschaftliche Verhalten von Personen im Allgemeinen und auf das Arbeitsangebot im Besonderen ist für politische Entscheidungsträger von großer Bedeutung. Die Schätzung von Einkommenseffekten ist jedoch ein schwieriges Problem, da das Einkommen nicht zufällig zugewiesen wird und exogene Einkommensänderungen schwer zu identifizieren sind. Hier nutzen wir die randomisierte Zuteilung großer Geldbeträge über lange Zeiträume durch Lotterien. Wir haben eine Umfrage unter Personen durchgeführt, die Mitte der 80er Jahre Lotto gespielt haben, und schätzen die Auswirkungen von Lotteriegewinnen auf ihr späteres Einkommen, das Arbeitsangebot, den Konsum und die Ersparnisse. Wir stellen fest, dass der Gewinn eines bescheidenen Preises (15.000 Dollar pro Jahr für zwanzig Jahre) weder das Arbeitsangebot noch das Einkommen wesentlich beeinflusst. Der Gewinn eines solchen Preises reduziert die Ersparnisse nicht wesentlich. Der Gewinn eines viel größeren Preises (80.000 $ statt 15.000 $ pro Jahr) verringert das Arbeitsangebot, gemessen an den Arbeitsstunden, sowie die Erwerbsbeteiligung und das Sozialversicherungseinkommen; die Elastizitäten für Arbeitsstunden und Einkommen liegen bei etwa -0,20 und für die Erwerbsbeteiligung bei etwa -0,14. Der Gewinn eines hohen gegenüber einem niedrigen Betrag führt auch zu höheren Ausgaben für Autos und einem höheren Wert des Eigenheims, obwohl der Wert der Hypotheken in etwa gleich hoch zu sein scheint. Ein Gewinn von 80.000 $ erhöht die Gesamtersparnis, obwohl die Ersparnisse auf den Rentenkonten davon nicht wesentlich betroffen sind. Die Ergebnisse unterscheiden sich nicht wesentlich nach Geschlecht, Alter oder früherem Beschäftigungsstatus. Es gibt einige Hinweise darauf, dass sich der Gewinn eines kleinen Preises bei Personen, die vor dem Lottogewinn kein Einkommen hatten, positiv auf die spätere Beteiligung am Arbeitsmarkt auswirkt.

    NBER WORKING PAPER SERIES: nber.org: 03/1999:
    ESTIMATING THE EFFECT OF UNEARNED INCOME ON LABOR SUPPLY, EARNINGS, SAVINGS, AND CONSUMPTION: EVIDENCE FROM A SURVEY OF LOTTERY PLAYERS (pdf, 60 pages)

  56. : derstandard.de:

    Schmeißen viele mit Grundeinkommen ihren Job hin? Nein, sagt Nobelpreisträger Imbens

    Die meisten Experimente zu Grundeinkommen waren laut Wirtschaftsnobelpreisträger Guido Imbens nicht repräsentativ. Zu Forschungszwecken untersuchte er eine Lotterie

    '... Imbens: Ich untersuche natürliche Experimente. Dinge, die zufällig passieren, aber viel bewirken. Um die Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommens besser zu verstehen, haben wir uns eine Lotterie in Massachusetts angesehen. 200 Gewinner bekamen jährlich 25.000 Dollar für 20 Jahre, das kommt einem Grundeinkommen nahe. Die Frage war: Arbeiten die Leute dann weniger? ...'

    '... Imbens: Es heißt in der Debatte immer, der Anreiz zu arbeiten geht verloren. Doch dem war nicht so. Einige ältere Menschen gingen etwas früher in den Ruhestand, von den jungen hörten nur wenige auf zu arbeiten, manche reduzierten die Stunden ein bisschen. Rund zehn Prozent haben weniger gearbeitet. Bisherige Experimente gaben keinen solchen Einblick, denn wem bewusst ist, dass das Grundeinkommen nach ein bis zwei Jahren wieder endet, verhält sich anders. Außerdem kam das Geld unerwartet. Wer weiß, dass irgendwann eine große Erbschaft ansteht, denkt ebenfalls anders. ...'

    de.wikipedia.org: Guido Imbens

    lotto24.de: 5000 Euro monatlich für 15 Jahre

    .

  57. : facebook.com:

    .

  58. : nzz.ch:

    Wir sind dann mal weg: Das Phänomen der «grossen Kündigungswelle» sorgt für Rätselraten an den Arbeitsmärkten

    In einigen Industriestaaten hat eine rekordhohe Zahl von Leuten dem Arbeitsmarkt den Rücken zugekehrt. Eine Erklärung lautet, dass die Pandemie viele Menschen dazu veranlasst hat, die Sinnhaftigkeit ihres Daseins zu überdenken. Es gibt aber auch profanere Gründe.

    '... Was sind die Gründe für den «Big Quit», wie die Welle freiwilliger Kündigungen auch genannt wird? Allerlei Erklärungsmuster machen die Runde. Nicht selten wird die Pandemie als existenzielles Ereignis gedeutet, das viele Menschen zu einem kritischen Innehalten veranlasst habe. Entsprechend seien die persönlichen Prioritäten neu justiert worden, hin zu den schönen Dingen im Leben und einer besseren Work-Life-Balance, weg vom Stress des Alltags. Als Folge einer solchen Neuausrichtung habe manch einer den Job hingeworfen. ...'

    '... So zeigt eine Studie des Peterson Institute for International Economics, dass die Quote freiwilliger Kündigungen (quits rate) der zuverlässigste Indikator ist für künftige Lohnsteigerungen und somit für künftige Inflation. Der Grund: Angestellte entscheiden sich vor allem dann für Kündigungen, wenn der Arbeitsmarkt stark ausgetrocknet ist und sie damit rechnen können, bei einer anderen Stelle mehr Lohn zu erhalten. ...'

    '... Die Zahlen legen nahe: Die Kündigungswelle hat wohl nicht in erster Linie damit zu tun, dass Leute genug haben vom Arbeiten und anderen Tätigkeiten nachgehen. Vielmehr erkennen sie, dass das rasche Hochfahren der wirtschaftlichen Aktivitäten nach dem Lockdown zu Knappheiten am Arbeitsmarkt geführt hat. Die Verhandlungsmacht der Arbeitskräfte ist entsprechend gestiegen ...'

    '... So epochal die Schlagzeile von der «Great Resignation» auch klingen mag: Die damit verbundene Entwicklung ist kaum ein Indiz für eine völlig neue Beziehung des Einzelnen zu seinem Arbeitsleben. Wichtiger sind wohl Unterschiede bei der Arbeitsmarktpolitik, der Nachholeffekt nach der niedrigen Kündigungsquote im Vorjahr oder die Aussicht auf bessere Löhne im Zuge des Hochfahrens der Wirtschaft. Genau wissen wird man das aber erst in einigen Jahren. Denn historische Erfahrung, wie sich Arbeitsmärkte nach Pandemien entwickeln, gibt es kaum. ...'

  59. : taz.de:

    Good Vibes Only

    Glück als Ideologie
    Kaum ein Mantra ist in kapitalistischen Gesellschaften so wenig hinterfragt wie das des Glücks. Und wer nicht glücklich ist, scheint selbst schuld.
  60. : twitter.com:

    "Lieber @johannesvogel, ...

    ... Ihnen als Abgeordneter zahlen alle BürgerInnen monatlich eine bedingungslose Diät, die Ihnen volle Unabhängigkeit und Gewissensfreiheit ermöglichen kann. #ExistenzAngstfreie Entscheidungen treffen zu können, tut allen gut."
  61. : zeit.de:

    "Künstliche Intelligenz kann nur so gut sein wie die Menschen"

    Richard Socher forscht zu künstlicher Intelligenz und hat eine Suchmaschine gegründet. Er glaubt, dass KI neue Arbeit schafft und den Menschen nicht ersetzen kann.
    (Abo)

    '... ZEIT: Bleibt trotzdem die Frage, was wird aus dem Arbeitstier Mensch?
    Socher: Schauen Sie einfach, was die Superreichen machen, die Milliardäre dieser Welt. So wie Elon Musk, der weiter arbeiten und Einfluss haben will. Manche nutzen die neu gewonnene Zeit, um etwas Neues zu kreieren, andere wollen nur auf ihrer Jacht liegen. Und heute wollen doch viele iPads haben, Videos drehen und Influencer werden. Wenn man den Leuten vor 150 Jahren gesagt hätte, dass sie bald nicht mehr auf dem Feld arbeiten, hätten die sich doch auch gefragt, was sie machen werden, um die Familie zu ernähren.
    ZEIT: Stimmt schon.
    Socher: Worum ich mich eher sorge, ist, wenn dabei tatsächlich der Sinn des Lebens verloren geht, weil niemand sich mehr etwas erarbeiten muss. Dann müssten in den Schulen auch neue Sachen gelehrt werden. Wie kann ich mir selber Sinn stiften? Wie kann ich eine Community aufbauen? Mit anderen zusammenarbeiten? Etwas Kreatives machen oder auf Abenteuersuche gehen? Das sind meiner Meinung nach die großen Fragestellungen. ...'

    Sochers Suchmaschine "you.com": Grundeinkommen